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# FRITZ!Box Portfreigaben - Korrektur-Vorbereitung
Status: **umgesetzt 2026-05-28**, Doku bleibt als Historie und Begruendungs-Anker.
Audit-Bezug: `docs/AUDIT_2026-05-25_TODO.md` Sprint 4 ("FRITZ!Box-Portfreigaben gegen Repo-Soll abgleichen") und `docs/NETWORK_INVENTORY.md`.
## Umsetzungs-Befund 2026-05-28
| Punkt | Entscheidung | Validierung |
|---|---|---|
| 1. `80/tcp` entfernen | **umgesetzt** | Mobilfunk-Test: `http://vault.kaleschke.info` Timeout, `https://...` weiter erreichbar. Lokal via LAN: HTTP->HTTPS-Redirect funktioniert weiter durch Traefik. |
| 2. `222/tcp` ergaenzen | **bewusst NICHT umgesetzt** | Tailscale bleibt Operator-Pfad; GitHub-Mirror deckt DR-Bootstrap ab; SSH-Brute-Force-Vektor vermieden. Repo-Soll in `NETWORK_INVENTORY.md` und `MASTER_V2.md` Sektion 10 entsprechend angepasst. |
| 3. UPnP-Selbstfreigabe `PC-192-168-178-71` | **umgesetzt** | "Selbstständige Portfreigaben fuer dieses Geraet erlauben" deaktiviert. Identifiziert als VONETS-WiFi-Bridge (Hostname `VONETS.COM`, MAC `00:17:13:2F:61:96`) — vermutlich Bridge zum SolarEdge-Wechselrichter. SolarEdge-Cloud-Sync ist outbound und benoetigt keine UPnP. |
Aktiver Endstand: ausschliesslich `443/tcp -> 192.168.178.58:443` (Traefik HTTPS) ist von WAN aus erreichbar.
## Aktueller FRITZ!Box-Befund (2026-05-27)
Aus dem Operator-Live-Check der FRITZ!Box-UI:
- aktiv: `80/tcp` -> `192.168.178.58`
- aktiv: `443/tcp` -> `192.168.178.58`
- fehlt: `222/tcp` -> `192.168.178.58` (Gitea-SSH)
- zusaetzlich gemeldet: eine Portfreigabe durch das Geraet `PC-192-168-178-71` (Selbst-Freigabe per UPnP)
## Soll-Stand laut Repo
`docs/NETWORK_INVENTORY.md` definiert genau zwei aktive Portfreigaben:
| Erwartete Freigabe | Ziel | Begruendung |
|---|---|---|
| `443/tcp` -> `192.168.178.58:443` | Traefik HTTPS | einziger Public-HTTPS-Einstieg, Wildcard-Zert ueber Cloudflare-DNS-Challenge |
| `222/tcp` -> `192.168.178.58:222` | Gitea SSH | Git-SSH-Push/Pull; dokumentierte Ausnahme |
Port `80/tcp` ist im Cloudflare-DNS-Challenge-Modell **nicht** notwendig.
## Drei Korrektur-Punkte
### 1. `80/tcp` entfernen
Begruendung:
- ACME laeuft als Cloudflare-DNS-Challenge (`traefik/docker-compose.yml`), nicht als HTTP-01.
- Traefik leitet intern jeden HTTP-Request auf `https://` weiter; ein WAN-`80`-Listener bietet keinen Mehrwert, oeffnet aber einen zusaetzlichen Angriffsvektor (Header-/Method-Scanning, Open-Redirect-Versuche bevor TLS terminiert).
- Innerhalb des LAN funktioniert die Browser-Auto-HTTPS-Umleitung weiter ueber AdGuard-DNS.
Empfehlung: WAN-Eintrag `80/tcp` in FRITZ!Box-UI **entfernen** nach Operator-Go.
Validierung nach Aenderung:
```bash
# WAN-seitiger Test, idealerweise von einem Geraet im Mobilfunknetz oder Tailscale-Exit-Node
curl -sI http://kaleschke.info/ # erwartet: Connection refused / Timeout
curl -sI https://vault.kaleschke.info/ # erwartet: HTTP/2 200 oder Authelia-Redirect
```
### 2. `222/tcp` ergaenzen (nur wenn externes Git-SSH wirklich gewuenscht)
Frage an Operator: Wird `git@git.kaleschke.info -p 222` von extern gebraucht? Hinweise:
| Pro `222/tcp` extern | Contra `222/tcp` extern |
|---|---|
| Push/Pull vom unterwegs-Laptop ohne Tailscale | Tailscale ist schon der Operator-Pfad, deckt das voll ab |
| GitHub-Mirror-Bootstrap funktioniert dann auch ohne Tailscale | GitHub-Push-Mirror laeuft automatisch von Gitea aus, braucht kein WAN-SSH |
| Externe Webhooks gegen Git push (nicht in Nutzung) | weniger Angriffsflaeche fuer SSH-Brute-Force |
Empfehlung: `222/tcp` **nicht** ergaenzen, solange Tailscale stabil verfuegbar ist. Stattdessen `docs/NETWORK_INVENTORY.md` und `HOMELAB_ARCHITECTURE_MASTER_V2.md` darauf abgleichen, dass Gitea-SSH bewusst LAN/Tailscale-only ist.
Wenn Operator entscheidet, `222/tcp` doch extern zu oeffnen: zusaetzlich SSH-Login auf Key-only setzen, Brute-Force-Limits in Gitea pruefen, `docs/NETWORK_INVENTORY.md` "Erwartete Freigabe"-Tabelle aktualisieren.
### 3. UPnP-Selbstfreigabe von `PC-192-168-178-71` deaktivieren
Begruendung:
- Geraete-initiierte Portfreigaben (UPnP) sind ausserhalb der Repo-Sollkonfiguration.
- Welcher Port von welchem Programm geoeffnet wurde, ist aus der FRITZ!Box-UI heraus nicht versionierbar.
- Wenn der Port gebraucht wird, gehoert er als bewusste Operator-Freigabe in `docs/NETWORK_INVENTORY.md`.
Empfehlung in zwei Stufen:
1. FRITZ!Box-UI: in den Geraete-Details fuer `PC-192-168-178-71` die aktuelle Selbstfreigabe-Liste pruefen und mit dem Operator besprechen.
2. Wenn der Port nicht gebraucht wird: Selbstfreigabe deaktivieren. Optional: UPnP global pro Geraet abschalten ("Selbststaendige Portfreigaben fuer dieses Geraet erlauben" abwaehlen).
## Schutzregeln
- Keine Router-Aenderung ohne ausdrueckliches Operator-Go.
- Nach jeder Aenderung: `docs/NETWORK_INVENTORY.md` Abschnitt "FRITZ!Box (WAN -> Host)" gegen den neuen UI-Stand abgleichen.
- Aenderung in `docs/MIGRATION_LOG.md` als kurzer Eintrag dokumentieren (was/warum/Validierung).
- Bei `80/tcp`-Entfernung kurz prufen, ob irgendein externer Dienst noch HTTP-01 nutzen wollte (sollte nicht der Fall sein).
## Nicht Teil dieser Vorbereitung
- FRITZ!OS-Update 8.21 -> aktuell. Das ist eigenes Service-Fenster und braucht WAN/Tailscale-Aufbau-Beobachtung.
- IPv6-Exposure. Wenn Telekom IPv6 zustellt und Apps via Cloudflare-AAAA erreichbar sind, kann WAN-Filter pro Port noetig werden. Separater Doku-Punkt in `docs/NETWORK_INVENTORY.md` Offene Entscheidungen.
- Mobilfunk-Failover-Stick. Bewusst nicht eingerichtet.
## Offene Punkte
| Status | Punkt | Naechster Schritt |
|---|---|---|
| erledigt 2026-05-28 | `80/tcp` entfernen | umgesetzt, Mobilfunk-validiert |
| erledigt 2026-05-28 (bewusst nicht) | `222/tcp` Entscheidung | bleibt Tailscale-only; Repo-Soll entsprechend angepasst |
| erledigt 2026-05-28 | UPnP-Freigabe `PC-192-168-178-71` | UPnP-Selbstfreigabe-Recht fuer VONETS-Bridge deaktiviert |
| offen | FRITZ!OS 8.21 Update | Service-Fenster, separat geplant |
| offen | IPv6-Exposure pruefen | bei naechstem WAN-Touch mit erfassen |